Matthias Jung

 

 

 

Zukunft der Arbeit

Auf dem Kirchentag in Köln hören meine Frau und ich erstmals einen Vortrag von Frithjof Bergmann, dem Autor des Buches: »Neue Arbeit, neue Kultur«.

Diese Begegnung hat uns so neugierig gemacht, dass wir angefangen haben, uns intensiv mit Bergmann und seinem Neuansatz zu beschäftigen. Über verschiedene Umwege erhielt meine Frau Zugang zur »Mentor(inne)nakademie der Neuen Arbeit«, einem Netzwerk von Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie nahm an den Jahrestagungen teil und lernte dort dann auch Bergmann persönlich kennen.

Da die »Neue Arbeit« mich auch als Pfarrer und nebenamtlich im »Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt« tätigen Menschen sehr interessierte, gelang es schließlich, Bergmann im Frühjahr 2009 zu einem Vortrag nach Voerde zu holen. Er lebte bei uns drei Tage im Pfarrhaus und dies war eine unvergessliche Begegnung, da Gespräche mit ihm außerordentlich anregend sind.

Seither arbeiten wir in unterschiedlicher Weise an Fragen von Gegenwart und Zukunft der Arbeit. Im Jahr 2010 kam uns entgegen, dass die Regionalstelle des KDA in der Region Duisburg/Niederrhein begann, mit der Erwachsenenbildung zu kooperieren und das »Laboratorium« entwickelte, ein evangelisches Zentrum für Arbeit. Das Laboratorium bietet in der Region an verschiedenen Orten Bildungsveranstaltungen an, organisiert Betriebsbesuche und anderes mehr. Dabei gibt es die Idee, regionale Schwerpunkte zu setzen und diese mit bestimmten Themenfeldern zu besetzen. Aufgrund der Vorgeschichte ist es unser Ziel, in Voerde einen Schwerpunkt zum Themenfeld »Zukunft der Arbeit« zu entwickeln.

Als erste größere Veranstaltung fand im Juni 2011 ein Workshop in Voerde statt, verbunden mit der Jahrestagung der Mentor(inne)nakademie.

Kooperation vs. Konkurrenz -
Welche Arbeitsformen haben Zukunft in einer sich zunehmend ausdifferenzierenden Gesellschaft?

Referenten waren Thomas Diener (Laufbahnberater und Supervisor) und Peter Plöger (Autor des Buches »Arbeitssammler, Jobnomaden und Berufsartisten«). Mit beiden soll in Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden darüber nachgedacht werden, ob die Arbeitsweisen der Zukunft eher auf Kooperation oder auf Konkurrenz abzielen. Die Leitfrage lautet dabei: Wie kann sich selbstbestimmtes Arbeiten in unserer sich entgrenzenden Gesellschaft weiter entwickeln, wie können Kooperation, Vernetzung, Unterstützung zum Wohle aller gefördert werden?

 

Es gibt eine Website zur Neuen Arbeit: Neue Arbeit, neue Kultur