Matthias Jung


 

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Zeitsprung - Gemeinde 2030

 

 

Der »situationsorientierte Ansatz« nach Armin Krenz Religionspädagogische Anmerkungen


1. Darstellung des Ansatzes

Programmatisch formuliert Krenz:

»Der situationsorientierte Ansatz ist keine pädagogische Technik oder didaktische Methode, er gleicht einer Haltung, einer persönlichkeitsbedingten Sichtweise von ganzheitlicher Pädagogik unter Berücksichtigung von

• Wertschätzung der Kinder

• Nichtausgrenzen von aktuellen Situationen

• Bedeutung jedes einzelnen Tages

• Arbeit an der eigenen Identität und Professionalität.«1

Gegenüber anderen pädagogischen Ansätzen ändert sich die Blickrichtung in doppelter Hinsicht. Einmal kommen die Kinder mit ihren Lebenssituationen als handlungsleitend in den Blick und dies kann nur gelingen, wenn ich mich selbst als denjenigen, der Kinder wahrnimmt. stärker in den Blick bekomme.

Die Zielsetzung des Ansatzes im Bereich des Kindergartens beschreibt Krenz wie folgt:2

»ErzieherInnen in Kindergärten, die sich dem ›Situationsorientierten Ansatz in der sozialpädagogischen Praxis‹ verpflichtet fühlen, möchten Kindern – in enger Zusammenarbeit mit Eltern – die Möglichkeit geben,

• Lebensereignisse und erlebte Situationen, die die Kinder beschäftigen,

- nachzuerleben (auf der emotionalen Ebene),

- diese zu verstehen (auf der kognitiven Ebene),

- aufzuarbeiten bzw. zu verändern (Handlungsebene),

• damit sie die Erfahrung machen,

- gegenwärtiges Leben zu verstehen und praktische Situationen bewältigen zu können.

• Dabei werden die

- individuellen Erfahrungen und Erlebnisse eines jeden Kindes – soweit wie möglich –

berücksichtigt mit dem Ziel,

- eigene, lebenspraktische Fähigkeiten (Kompetenzen) aufzubauen und zu erweitern,

- Erfahrungshorizonte zu vergrößern,

- Selbständigkeit weiterzuentwickeln und

- sich selbst als ein Teil von anderen Menschen zu begreifen, als ein Teil der Ökologie zu

verstehen und damit selbstbewußt, kompetent und solidarisch zu denken und zu handeln.

• Dabei wird das Schwergewicht der Arbeit

- auf der Vernetzung von Situationen im Kindergarten und außerhalb des Kindergartens

liegen, um künstlich hergestellte, idealtypische Situationen möglichst zu vermeiden.«

Wichtig ist die Abgrenzung des situationsorientierten Ansatzes gegenüber anderen pädagogischen Ansätzen.

Dies gilt zunächst gegenüber einer »Anlaßpädagogik«. Dort

»werden mehr oder weniger willkürlich ›Anlässe‹ von Kindern durch die Mitarbeiterinnen aufgegriffen und vertieft – allerdings eher kurz- als mittelfristig, eher ungeplant als geplant, eher individualistisch als in/mit den einzelnen Kindern in der Gruppe und eher produkt- als prozeßorientiert.«3

Dagegen sind situationsorientiertes und planvolles Vorgehen keineswegs Gegensätze, sondern gehören zusammen. Allerdings werden keine Projekte für Kinder geplant, um bestimmte Defizite aus Sicht der Erwachsenen zu beheben, sondern es wird versucht, bei den »Lebensplänen« der Kinder anzusetzen. Hier nennt Krenz Beispiele:

»• Befreiung aus einer Angst

• Erlebenwollen von Stolz

• Befreiung aus Wut und Ärger

• Erlebenwollen von Ruhe und Entspannung

• Finden von Sicherheiten

• Erleben von eigener Stärke

• Finden von Wertschätzungen

• Erleben von Zuverlässigkeiten

• Finden von Glück und Zufriedenheit

• Befreiung aus Drucksituationen

• Erleben von Macht und ›Bewirkermentalität‹

• Spürenwollen von ›Ich-Kompetenzen«4


Krenz setzt sich dabei sowohl von einem »situativen Ansatz« (der für ihn durch Spontaneität und Zufälligkeit der aufgegriffenen »Situationen« gekennzeichnet ist5) als auch von einem »Situationsansatz« (der »Situationsfelder aufgreift, von denen die Erzieherinnen meinen, daß die Kinder diesen Situationsfeldern in der Zukunft begegnen«6) ab.

Der »Situationsorientierte Ansatz« versucht dagegen

»gegenwärtige Ausdrucksformen der Kinderleben zu verstehen (zu entschlüsseln), auf Ereignisse, Erlebnisse oder Erfahrungen der Kinder in der Vergangenheit Bezug zu nehmen, diese erneut in die Gegenwart ›verarbeitend‹ zu übertragen, so daß durch neue Handlungserfahrungen ›automatisch‹ Kompetenzen für die Zukunft auf- und ausgebaut werden (konnten).«7

Entscheidend ist hier neben der zeitlichen Differenzierung der Ansatz, das Ausdrucksverhalten der Kinder verstehen zu wollen. Dieses ist der Schlüssel zum inneren Erleben der Kinder. Krenz legt in seinem Buch über die Kinderzeichnungen eine Entwicklungstheorie vor, die sich am Bewegungserleben eines Kindes orientiert. Krenz schließt zurück von den Zeichnungen oder den Bewegungen eines Kindes (wie auch eines Erwachsenen) auf die Lebensgeschichte dieses Menschen.8 Der entscheidende Begriff ist der des Aus-Drucks. Ich drücke aus, was und wer ich bin. Ich drücke aus, was sich mir eingedrückt hat. Ich verarbeite meine Eindrücke durch ein bestimmtes Ausdrucksverhalten. Das Ausdrucksverhalten hat dabei einen bestimmten Erzählwert, den es zu entschlüsseln und zu verstehen gilt.

Krenz unterscheidet folgende Ausdrucksfelder, die Kinder zur Verfügung stehen:9

• Verhalten

• Spiel

• Bewegung

• Sprache

• Träume

• Malen/Zeichnen

Diese Ausdrucksfelder stehen natürlich auch Erwachsenen zur Verfügung. Der Unterschied zum Kind liegt darin, dass ein Kind sich unbewusst das Ausdrucksfeld sucht, welches zur Verarbeitung eines Eindrucks angemessen ist. Erwachsene dagegen haben die Möglichkeit, bewusst zu wählen. Das Problem von Erwachsenen liegt oft darin, dass sie gelernt haben, ihr Ausdrucksverhalten zu kontrollieren. Dadurch werden viele Eindrücke nicht mehr angemessen ausgedrückt.

Krenz unterschiedet sieben Grundbewegungen des Menschen:10

• stehen

• liegen

• gehen

• hüpfen

• kriechen

• rollen

• schweben

Diese Bewegungen erfüllen folgende Merkmale:

»• Es sind naturhafte Bewegungsformen, die Kinder auf der ganzen Welt zeigen, unabhängig davon, ob sie zu diesen Bewegungen angeleitet wurden oder nicht;

• es sind häufige Bewegungsformen, die zum natürlichen Bewegungsverhalten aller Menschen zählen;

• es sind elementare Bewegungsformen, die für differenzierte Bewegungen notwendig sind und zum Aufbau komplexerer Bewegungsabläufe gebraucht werden;

• es sind insoweit einfache Bewegungsformen, weil sie aus sogenannten Primärgefühlen entstehen und daher auch Grundgefühle deutlich ausdrücken.«11

Diese Grundgefühle äußern sich nun in meinem gesamten Ausdrucksverhalten. Es handelt sich um archaische Bewegungen und es gibt folgerichtig auch Bewegungsbilder, die erkennen lassen., wie sich ein Mensch fühlt. Diese Bewegungsbilder spiegeln sich in den Zeichnungen von Kindern, in ihren gesamten Bewegungsverhalten, in Gestik und Mimik.

Es gibt also einen engen, untrennbaren Zusammenhang zwischen Denken, Gefühlen und Bewegung und damit zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Heil und Unheil. Was ich fühle, was ich erfahren habe, was ich denke, drücke ich aus. Und zwar immer. Auch wenn ich mich »nicht« ausdrücke, drücke ich etwas aus.

»Seelische und körperliche Vorgänge wirken zusammen und ergänzen sich, so daß der Körper zum Spiegelbild der Seele wird.«12

Dieser Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen und Bewegung gilt aber auch umgekehrt:

»Durch Bewegung werden (...) Bilder wieder lebendig und können sich ausspielen, können ver-arbeitet werden in der Gegenwart. (...) Erlebte Bilder sind mit bestimmten Gefühlen verbunden. Diese Gefühle müssen wieder aktualisiert werden, um neue Bilder in sich selbst entstehen zu lassen.«13

Krenz unterscheidet vier Grundgefühle:14

• Angst

• Wut

• Trauer

• Freude

Jedes dieser Gefühle haben wir in unterschiedlicher Weise gelernt auszudrücken – oder auch nicht. Krenz verwendet dazu folgendes Bild15: Jedem dieser vier Gefühle entspricht einer Säule mit einem unterschiedliche hohen Wasserstand. Die Höhe dieses Wasserstandes steht für meine Fähigkeit, ein Gefühl auszudrücken. Ich kann mich darum bemühe, eine Grenze in einem dieser Gefühle zu überschreiten – durch reden, bewegen, schreiben malen usw. Jede Grenzüberschreitung erweitert meine Ausdrucksfähigkeit genauso wie meine Erlebnisfähigkeit. Allerdings ist das Überschreiten dieser Grenzen ist mit Angst verbunden. Vater und Mutter oder wer auch immer stehen wieder hinter mir, wenn ich es wage, Angst, Wut oder was auch immer zu zeigen, aus-zu-drücken. Ich brauche Mut, diese Grenzüberschreitung zu wagen, vielleicht sogar eine ausdrückliche Erlaubnis.

Krenz formuliert schließlich eine »Schrittfolge des situationsorientierten Arbeitens«16:

1. Vergegenwärtigung der Lebensbereiche der Kinder und ihres Umfeldes

Dazu zählen die Bereiche Familie, weitere mitmenschliche Umwelt, gesellschaftliche Umwelt, Natur, Technik, Kultur und Handwerk, Religion und weltanschauliche Werte. Wichtig ist dabei, die Verzahnung der Lebensbereiche zu erkennen und ernst zu nehmen.

2. Sammlung von Situationen

Dabei geht es um Situationen, die für Kinder bedeutsam sind, d.h. die einen selbstverständlichen Lebensbezug haben und nicht künstlich in den Kindergarten transformiert sind.

3. Analyse der Situationen und ihrer Zusammenhänge

Hier geht es darum zu fragen, welche direkten Einflüsse Kinder dazu bringen, sich so und nicht anders zu verhalten, wo und wie häufig eine bedeutsame Situation auftaucht, welche Gefühle beteiligt sind. Es geht aber auch darum, welche Gefühle diese Situationen bei den Erzieherinnen auslöst.

4. Auswahl von Situationen

Nach den Analyse geht es darum, die Situationen auszuwählen, die für die Planung eines Projektes in Frage kommen.

5. Planung eines Projektes – mit Kindern

Nach der Analyse und der Auswahl möglicher Themen geht es dann darum, gemeinsam mit den Kindern nach einem Projektthema zu suchen. Das ist schwierig, aber möglich. Krenz selbst bietet dazu Arbeitsblätter an, um die Planung zu erleichtern.17

6. Gemeinsame Durchführung des Projektes

Hier gilt es lediglich noch einmal daran zu erinnern, dass Planung zwar notwendig ist, aber die grundsätzliche Offenheit der Veränderung innerhalb eines Projektes möglich sein muss. Nicht nur, dass die einzelnen Kinder auf einzelne Phasen unterschiedlich ansprechen werden, sondern es ist auch damit zu rechnen, dass sich im Verlauf durch Kinderinitiative ganz neue Aspekte auftun können, die selbstverständlich zu integrieren sind. Ziel eines Projektes darf in diesem Ansatz niemals das Erreichen vorher festgelegter Ziele sein!

7. Auswertung des Projektes

Hier geht es um eine möglichst gemeinsame Reflexion der Erfahrungen, insbesondere der Untersuchung der Frage, warum bestimmte Phasen besonders gut gelungen sind. Natürlich müssen auch die weniger gut gelungenen Teile bedacht werden im Blick auf künftige Projekte.

Von besonderer Bedeutung ist die Vernetzung der Arbeit. Das Problem von Kindern heute (genauso wie auch von Erwachsenen!) ist die Zersplitterung der Lebenswelt. Krenz fordert von daher, dass Kindern die Möglichkeit gegeben werden muss,

»• Kinderzeiten ohne Zerteilungen zu erleben,

• Kinderräume in größeren Grenzen zu erleben und

• Kinderwelten in Zusammenhängen zu begreifen.«18

Vernetzung bedeutet das organische Ineinanderfließen der verschiedenen Lebensbereiche im Rahmen der Projekte. Diese dürfen sich nicht auf den Raum des Kindergartens beschränken, sondern müssen die jeweilige Lebenswelt einbeziehen.

Bevor ich nun weitergehe, möchte ich die wesentlichen Grundgedanken noch einmal zusammenfassen:

• Es geht Krenz nicht um die Vermittlung einer Methode, sondern um eine Haltung, aus der heraus gearbeitet werden soll. Es wird zu überlegen sein, wie dies im Rahmen der Religionspädagogik aufgenommen werden kann und muss.

• Verbunden mit der Absage an eine Methode oder Technik ist der grundsätzliche Blickwechsel zum Kind hin. Nicht mehr meine Ziele, die ich aus irgendwelchen Überlegungen her abgeleitet habe, stehen im Mittelpunkt, sondern die Situation des Kindes und seine Bedürfnisse. Dieser Blickwechsel wird nur mit der eben angesprochenen Haltung, nicht aber mit einer Methode oder Technik erreicht wenn ich lerne, meine Interessen von denen der Kinder systematisch zu unterscheiden.

• Die Analyse der Situationen, die für Kinder bedeutsam sind, geht über das Wahrnehmen, Verstehen und Entschlüsseln des Ausdrucksverhaltens der Kinder. Damit gerät das gesamte Verhalten der Kinder ebenso in den Blick wie die vollständige Erlebniswelt der Kinder.

• Daher geht es prinzipiell nicht nur um die Welt innerhalb der vier Kindergartenwände, sondern um die ganze Welt. Daraus folgt zwangsläufig eine enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Personen usw. außerhalb des Kindergartens. Es geht um die Vernetzung aller Lebensbereiche.


2. Kritische Überlegungen aus religionspädagogischer Sicht

Aus der Darstellung des situationsorientierten Ansatzes ergeben sich aus religionspädagogischer Sicht einige kritische Überlegungen.

• Krenz setzt betont immer wieder bei der aktuellen Situation von Kindern an. Damit nimmt er einen zwar sehr hilfreichen, aber gleichzeitig äußerst schwierig zu definierenden Begriff. Mir scheint, als sei der Ansatz bei der »Situation« aus der Abgrenzung gegenüber anderen pädagogischen Ansätzen entstanden.19

• Krenz geht immer wieder von einem humanistisches Menschenbild aus, welches durchaus von der evangelischem Theologie aufgegriffen werden kann, aber dort dann um die Frage der existentiellen Frage nach dem Sinn und nach Gott erweitert werden muss. Menschliches Leben steht nach der Auffassung der christlichen Religion zum einen unter einem Riss, der durch die ganze menschliche Existenz geht und zum anderen in der Perspektive eines Gottes, der die ganze Wirklichkeit umfasst.

• Immer wieder tauchen bei Krenz Begriffe wie Religion und Gott usw. auf, ohne dass die Bedeutung von Religion und Gott systematisch reflektiert wird. Unter der Aufzählung der zu vergegenwärtigenden Lebensbereichen wird die Religion (zusammen mit anderen weltanschaulichen Werten) genannt.20 Nirgendwo wird aber deutlich, dass es sich bei der Religion um einen Bereich handelt, der sich nicht unter die anderen Ebenen eingliedern lässt, sondern »quer« zu allen anderen Lebensbereichen liegt. Anders formuliert: Religion ist nicht ein Teil des Lebens neben anderen, sondern durchdringt alle Bereiche. Ein kindliches und überhaupt menschliches Erleben, welches nur noch die Aufteilung der Lebenswelt in voneinander isolierte Räume kennt, kann auch der Religion nur einen derartigen Platz einräumen – mit weitreichenden Folgen. Es ist von daher zu wenig, im Rahmen der Vernetzung die Religion einzubeziehen. Die Religion ist als Grundlage aller Lebensbereiche stets mit zu bedenken und dann auch am gegeben Ort zu thematisieren.

• Im »Situationsorientierten Ansatz« werden menschliche Grundsituationen aufgegriffen. Die »Lebenspläne« der Kinder finden ihre Fortführung im Jugend- und Erwachsenenalter. Von daher ist es grundsätzlich möglich, in der Gemeindepädagogik mit einer »Situationsorientierung« zu arbeiten. Für die Ausweitung des Ansatzes auf die Gemeindepädagogik im Ganzen sind dann die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen mit zu reflektieren. Diese scheinen mir vor allem in der Tatsache zu liegen, dass Erwachsene über das Mittel der Sprache in der Lage sind, auf Zielsetzungen und Absichten hingewiesen werden zu können und Erwachsene im Gegensatz zu Kindern dann auch die Möglichkeit haben, nein zu sagen, sich bestimmten pädagogischen Prozessen zu widersetzen. Dies können Kinder im Kindergartenalter noch nicht, Jugendliche sind erst auf dem Weg dorthin. Von daher sind im Blick auf die Religionspädagogik insgesamt Differenzierungen für die einzelnen Lebensalter notwendig.

• Spannend ist der Versuch, das gesamte Ausdrucksverhalten der Kinder in den Blick zu nehmen und den Erzählwert zu entschlüsseln und zu verstehen. Hier scheint sich eine Brücke zu dem in der Theologie seit langem beheimateten Begriff der »Ganzheitlichkeit« zu ergeben.



3. Literatur

Armin Krenz: Der »Situationsorientierte Ansatz« im Kindergarten (Ansatz), Freiburg 1994
(4. Auflage)

Armin Krenz: Was Kinderzeichnungen erzählen (Kinderzeichnungen), Freiburg 1996

Armin Krenz: Seht doch was ich kann! (Seht doch), Freiburg 1994

Armin Krenz/Roswitha Raue: Bewegung im »Situationsorientierten Ansatz«, Dortmund 1995




1999 entstanden nach einem Seminar mit Armin Krenz
2013 leicht überarbeitet und an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst

 

Auch als PDF erhältlich: Situationsorientierter Ansatz

 

Anmerkungen:

 

1Krenz, Ansatz 80

2Krenz, Ansatz 84

3Krenz, Ansatz 70

4Krenz/Raue 79f.

5Krenz/Raue 42f.

6Krenz/Raue 43f.

7Krenz/Raue 27f. (Kursive Hervorhebungen M.J.)

8Offenbar bezieht sich Krenz hier auf Untersuchungen von Wolfgang Grözinger. Dessen Buch »Kinder kritzeln, zeichnen, malen« ist allerdings vergriffen und wird nicht mehr aufgelegt.

9Krenz, Kinderzeichnungen 19

10Krenz, Kinderzeichnungen 31

11Krenz, Kinderzeichnungen 31

12Krenz, Seht doch 85

13Krenz/Raue 123. An anderer Stelle heißt es weiter: »Neue Bewegungsformen lassen ›innere Landkarten‹ auch neu entdecken und erforschen. Bilder werden wachgerufen, sind mit Gefühlen besetzt, die aus vergangener Erfahrung herrühren. Indem das Kind die Möglichkeit hat, diese inneren Bilder aktiv umzusetzen, auszudrücken, werden Gefühle frei - Wut, Haß, Trauer, Freude, Angst. Heraus-bewegte Gefühle bewirken Befreiung und Entspannung des Körpers. Das Kind ist nun in der Gegenwart befähigt, sich neu auf Bewegungen einzulassen, kann aus dieser Freiheit heraus Bewegungsformen entwickeln. Neue Bilder entstehen, drücken sich ein, hinterlassen Spuren im Körper.« (133) Dagegen gilt – und auch dies hat für die Reflexion über kirchliches Handeln weitreichende Bedeutung: »Angebote wiederum verstärken immer mehr das Gefühl, fremd-bestimmt zu werden.« (134)

14Krenz, Kinderzeichnungen 31. Dies ist nicht unumstritten. Andere nennen mehr als vier Grundgefühle.

15Mündlich auf dem Seminar in Mülheim/Ruhr im Januar 1996

16Krenz, Ansatz 85. Auf den Seiten 87-103 führt Krenz diese Punkte aus. Darauf beziehen sich die Erläuterungen zu den Punkten.

17Krenz, Ansatz 111

18Krenz, Ansatz 24. Vgl. Krenz, Seht doch 54

19Vgl. dazu Krenz, Ansatz im ersten Teil, in dem er sich von anderen pädagogischen Ansätzen abgrenzt.

20Krenz, Ansatz 88