Matthias Jung

 

 

 

Oberalp und Lukmanier (Mittwoch, 11. Juni)

 

Früh um 8.00 verliess ich Andermatt, die Operalp-Strasse begann genau gegenüber meinem Hotel. Die Strasse zieht sich mit mäßiger Steigung einen Hang nach oben.

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Schnell eröffnen sich schöne Ausblicke zurück, ganz weit hinten kann man die Furka-Kehren sehen.

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Ingesamt ist die Strasse unspektakulär und leicht zu fahren. So bin ich recht schnell am Oberalpsee, immer begleitet von der Eisenbahnstrecke.

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Auf der Passhöhe lädt nichts zur Rast ein.

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Die Abfahrt ist allerdings faszinierend. Zunächst stürze ich eine Reihe von Kehren herunter, schnell ist dann Sedrun mit der großen Gotthard-Basis-Tunnel-Baustelle erreicht, bald danach taucht Disentis auf.

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Der Anstieg zum Lukmanier ist viel spannender als der erste Pass. Recht steil mit 10% Steigung geht es nach oben. An einer Stelle eröffnet sich der Blick zurück auf Disentis.

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Eine Kirche mit Friedhof erregt meine Aufmerksamkeit.

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Hinter Curaglia läßt die Steigung nach, abgesehen von einigen Stellen geht es gemächlich nach oben. Nur die immer größer werdende Hitze (im Tal über 30 Grad) macht mir etwas zu schaffen.

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Aber die immernäher rückende Staumauer, die das Ende der Auffahrt signalisiert, motiviert zusätzlich...

Timmels

... genauso wie der Blick zurück.

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Kurz vor der Passhöhe geht es lange durch Galerien. Hier drin ist es schön kühl und es eröffnen sich auch interessante Aussichten. 

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Die Passhöhe. Mit Abstand der langweiligste Teil der ganzen Fahrt.

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Denn hinten geht es locker und leicht runter. Viel Grün, viel Wald, dabei nicht steil, so dass ich das Rad rollen lassen kann.

Weiter unten wird es dann sehr heiß. Dazu kommt der berüchtigte Südwind, der auch das bergab fahren anstrengend macht. Endlich ereiche ich Biasca, kaufe eine Fahrkarte (teuer!) und fahre mit dem Zug zurück nach Andermatt. 98 Kilometer und mehr als 1500 Höhenmeter reichen mir für die erste Tour.