Matthias Jung

 

 

 

22. Juni: Falzarego und Giau

Nach dem Ruhetag und einer (vorübergehenden) Abkühlung durch das kräftige Gewitter fahre ich am nächsten Tag in die Dolomiten. Ich will über den Falzarego und den Giau fahren. Das Wetter ist sehr gut, ich stelle mein Auto genau an der Einmündung der Giau-Straße auf den Falzarego kurz hinter dem Hotelort Pocol oberhalb von Cortina ab und steige aufs Rad.

Falzarego

Es geht schnell und leicht bergauf, die Aussichten sind grandios. Ich  wundere ich mich mit einem Mal über plötzliche Rückenschmerzen (die leider bis zum Ende des Urlaubes anhalten werden).

Falzarego

Nach knapp einer Stunde erreiche ich die mit Menschen, Autos, Bussen und Motorrädern bevölkerte Passhöhe.

Falzarego

Nun geht es hinab. Seit ich vor vielen Jahren hier mit dem Auto hinunterfuhr, träume ich davon, diese Strasse einmal mit dem Rad hinab zu rasen.

Falzarego

Oben zunächst ziemlich steil,

Falzarego

führt die Strasse dann schier endlos hinab durch Wald und Kurven. Wahnsinnige Abfahrt!

Nach knapp einer halben Stunde ist sie vorbei, es beginnt der Gegenanstieg Richtung Selva di Cadore. Die Straße steigt zunächst bis zu einem Aussichtspunkt, wo mann/frau einen tollen Blick auf die Civetta hat.

Falzarego

Dann geht es wieder abwärts Richtugn Selva di Cadore. Unterwegs kommt man an diesem Aussichtspunkt vorbei (im Hintergrund der Monte Pelmo):

Falzarego

In einer Kurve vor Selva di Cadore kommt die Abzweigung Richtung Giau. Nun wird es ernst. 

Falzarego

Zehn Kilometer lang geht es langsam bergauf, die Steigung beträgt fast immer 10-12%. Da komme ich bei diesen Temperaturen an meine Grenzen!

Falzarego

Immer wieder halte ich an, nicht nur um zu photografieren.

Falzarego

Endlich ist die Passhöhe voraus zu erkennen.

Falzarego

Als ich endlich oben bin, zittern mir die Beine (das erste und einzige Mal in diesem Jahr). Die Passhöhe ist voller Motorräder, die mich nicht nur auf dieser Straße wegen ihrer Kraches und des gelegentlichen verwegenen Fahrstiles immer wieder ziemlich geärgert haben. 

Falzarego

Aber die Aussicht ist hier oben toll.

Falzarego

Überall Dolomitengipfel. Dann geht es hinunter, mit ebenfalls kräftigem Gefälle jenseits der 10%. Für die Arme recht anstrengend. Nach knapp vier Stunden geht die Tour zu Ende.

Ich fahr mit dem Auto weiter nach Canazei und beziehe auf dem dortigen Campingplatz Quartier.