MJ

Col de la Croix de Fer
Donnerstag, 9. September 1999

Am Vormittag konnte ich endlich mein Fahrrad bei Pecchio in Albertville abholen. Damit stand dem Col de la Croix de Fer nichts mehr im Weg. Ich startete in St. Avre und fuhr auf der Hauptstrasse bei kräftigem Verkehr bis nach St. Jean-de-Maurienne.

99

Ortseingang St. Jean-de-Maurienne

Vom Ortseingang an geht es gleich durch St. Jean gut bergauf. Obwohl es sehr heiß ist, habe ich keine Schwierigkeiten. Nach 4 Kilometern kommt eine kleine Abfahrt und dann geht es wieder nach Überquerung einer Brücke steil nach oben. Tolle Landschaft, heftige Steigung, große Hitze, viel Schweiß.

99

Noch gehts runter, gleich wieder rauf

Irgendwann erreiche ich die vier Tunnel, die zum Glück leicht beleuchtet sind. Während ich sie durchfahre, überholt mich kein LKW und es kommt mir auch keiner entgegen (ufff!).

Nach diesem Stück geht es erst mal wieder eine Zeitlang bergab und danach recht "gemächlich" in ein schönes Tal hinauf. Irgendwann kommt dann der Moment, dass ich in der Ferne die Kehren der Paßstrasse ausmachen kann. Aber bis zum Beginn dieses letzten Aufschwunges sind es noch fast 10 Kilometer.

99

Ganz weit entfernt ist die Passhöhe erstmals zu sehen!

In St. Sorlin, einen Hoteldorf, wäre ich fast zusammengebrochen. Später erfuhr ich bei Geser im Radführer, daß die Steigung an dieser Stelle 14% beträgt.

99

In den Kehren - während der Tour steht hier alles dicht gedrängt

Dann geht es in die Kehren hinein. Ich habe furchtbaren Durst, mein Vorrat ist fast aufgebraucht. An einem kleinen Gebirgsbach trinke ich innerhalb weniger Minuten 2 Liter und habe danach ziemliches Bauchweh. Doch es geht danach viel besser. Die Steigung beträgt zwar immer noch so um die 10%, aber ich komme gut voran.

99

Kurz vor der Passhöhe - links am Bildrand

Irgendwann erreiche ich die Passhöhe, mache eine Pause und einige Photos. Es ist für September hier oben sehr warm, so um die 20 Grad.

99

Die Passhöhe des Croix de Fer

Dann geht es hinab Richtung Col du Glandon. Diesen Pass zu stürmen ist nun ganz einfach, nicht einmal  200 Meter und allerhöchstens 25 Höhenmeter. Oben begrüßt mich eine Schafherde.

99

Schafe auf dem Glandon

Die lange Abfahrt nach St. Avre ist faszinierend. Zunächst mit 15% runter, dann flacher werden, sehr guter Strassenbelag, wenig Verkehr.

99

Rasende Abfahrt

Link zum Pass mit einer Tabelle Kilometer/Höhenangabe: http://www.savoie-maurienne.com/sites/s_velo/cols.htm
Das Dorf St. Jorlin am Beginn der Kehren hat eine Website: http://www.saintsorlindarves.com/