MJ

27. Mai 2009 - Von Imst durchs Unterengadin nach Brail

(117 Kilometer)

 

Morgens um 8.00 ging es los Richtung Schweiz, leichter Regen, kühl. Aber schon bald hellt es sich auf, nur noch ein paar Schauer kommen herunter. Bis Landeck kenne ich die Strasse ja schon. Dann geht es auf dem Inntalradweg weiter. Leider immer wieder auch mal bergauf, dann wieder hinunter.

Die Landschaft beeindruckt mich wenig, so mache ich kaum Photos.

Gegen Mittag, nach etwa 50 Kilometern, komme ich zur Kajetansbrücke. Hier ist die Gabelung - links geht es zum Reschenpass und nach Italien, rechts in die Schweiz.

Es geht erst einmal bergauf, dann fällt die Strasse nach Martina ab. Mittlerweile ist die Sonne voll heraus gekommen, ich ziehe lange Hose und Jacke aus.

Hinter Martina beginnt sich die Sache hin zu ziehen bis Scuol. Ich spüre noch die Anstrengung des Vortages in den Beinen und auch das Gepäck hinten drauf. Und der Weg ist noch weit...

Zum Glück habe ich hier viel Rückenwind.

Schließlich erreiche ich endlich Scuol, danach geht es erst mal länger wieder bergab, Es folgt der längere, reichlich mühsame Anstieg nach Ardez. Geht aber, denn ich weiß - danach kann nicht mehr viel an Höhenmetern kommen.

Oben angekommen, wird die Aussicht reizvoller.

Voraus Berge, schneebedeckt, so geht es an Guarda und am Tunnelbahnhof Saglians vorbei nach Susch. Allerdings weht der Wind nun leider wieder von vorne und ist auch noch kalt. In Susch bin ich so ziemlich am Ende meiner Kräfte, aber es sind noch weitere 12 Kilometer bis nach Brail, wo ich mein Zimmer gebucht habe.

Aber, wunderbarerweise, kommt der Wind jetzt wieder von hinten! Schnell, viel schneller als erwartet, komme ich nach Zernez.

Und auch die letzten Kilometer nach Brail sind dann nicht mehr mühsam, obwohl es noch mal etwas bergauf geht.

Dennoch reicht es mir, wieder fast 120 Kilometer. Morgen ist Ruhetag, da bringt mich nichts und niemand auf´s Rad!