29. Mai 2009 - Albula und Flüela
(116 Kilometer)
Links: Der Albula auf Quäldich.de und der Flüela auf Quäldich.de
Albula und Flüela - wohlklingende Namen, schon lange auf meiner Wunschliste. 2007 am Albula im Regen gescheitert, sollte es diesmal klappen. Doch durch den langen Winter wurde es knapp, sehr knapp. Am 29.5. um 7.00 wurde der Pass geöffnet - um 8.30 bog ich in La Punt Richtung Albula ab. Das ganze bei leichtem Regen - so kam ich zu dem Photo mit dem Regenbogen.
Zunächst Kehren durch Wiesen, der Wind ist schon ein Problem, kühl, meist von vorn. Aber noch geht es.
Schließlich wendet sich die Straße gegen Norden, dabei immer so um die 8-11% Steigung und es wird allmählich interessanter.
Schneereste an der Seite, leichter Regen, vermutlich weiter oben Schneefall. Es wird doch sehr frisch, aber da ich bergauf fahre, geht es.
Je höher ich komme, desto winterlicher wird es.
Voraus düstere Wolken im Nordstau.
Dann die letzte lange Gerade Richtung Passhöhe, eisiger Wind, ein auftauender See, Schneegriesel.
Am Gasthof am Pass, es hat so um die 3 Grad, ziehe ich ein paar warme Sachen an, ach was sag ich, ich ziehe alles an, was noch im Rucksack ist - und stürze mich hinab.
Eine schmale Straße in schlechtem Zustand, steil abfallend.
Das hält ewig so an, ebenso der stürmische Gegenwind und nach kurzer Zeit bin ich völlig durchgefroren.
Bei Presta taucht die Eisenbahnlinie auf, kaum einen Blick habe ich dafür.
Eine Baustelle kommt, LKW´s, Schotter - ich muss mich sehr konzentrieren.
Ab Bergün wird es besser, aber nicht wärmer. Hinter Filisur mache ich kurz Rast, dann sind es noch ein paar Kilometer bis zur Abzweigung nach Davos.
Erst einmal kommt der Wind nun von hinten, welche Wohltat! In der Sonne und auf meist leicht steigender Trasse taue ich allmählich auf.
Schneller als erwartet erreiche ich durch schöne Landschaft Wiesen.
Hier geht es mal wieder runter, bis ich unvermittelt vor dem Tunnelportal des 2,7 Kilometer langen Landwassertunnels stehe.
Eigentlich soll der für Radfahrer verboten sein und eigentlich soll hier irgendwo ein Fußweg für dieselbigen beginnen. Doch ich sehe weder Verbotsschild für Fahrräder noch kann ich hier irgendeinen Pfad erkennen - also rein in den Tunnel. Die Tempratur fällt schlagartig auf 11 Grad und die fast drei Kilometer auf meist leicht ansteigender Straße sind echt lang. Zum Glück gibt es so gut wie keinen Verkehr und so komme ich gut durch...
Kurze Rast, dann mit neuerlichem Gegenwind weiter in Richtung Davos. Langweilige Gegend, Davos kommt, ach, was soll ich dazu sagen?
Ich fahre einfach durch und bin froh, als ich die Abzweigung zum Flüela erreiche.
Jetzt, ENDLICH habe ich den Wind von hinten und er schiebt mich hinauf. Anfangs noch unscheinbar wie viele andere Passstraßen, wird es weiter oben immer interessanter, was sicher auch am Schnee und den Wolken liegt.
Immer wieder bleibe ich stehen, mache Photos.
Irgendwann bin ich dann doch oben.
Hier ist das interessanteste der gerade auftauende See.
Die Abfahrt ist schnell, nicht ungefährlich, weil die Straße in keinem guten Zustand ist.
Doch ich komme recht flott heil unten in Susch an und der Rest nach Brail ist mir ja schon bekannt.
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