Col du Galibier (Montag, 27. Juni)
Am nächsten Morgen brach ich wieder früh auf. Das Wetter war toll, aber es sollte wieder ein sehr heißer Tag werden. Und ich wollte auf den Galibier.
Ich stellte mein Auto hinter St. Michel-de-Maurienne ein Stück den Telegraphe hinauf in den Schatten und los gings.

Der Telegraph ist überhaupt kein Problem, gute Straßenverhältnisse, teils Schatten und nicht zu steil. Relativ schnell bin ich oben, es folgt die kurze Abfahrt nach Valloire.
Jetzt beginnt die Auffahrt. Gleich in Valloire wird es richtig steil, das hält so zwei, drei Kilometer an.

Dann wird es flacher und die Strasse zieht in die Bergwelt hinein. Grandiose Eindrücke.
Bis Plan Lanchat wird es nicht zu anstrengend.
Dann beginnt die Kehrengruppe.
Steil zieht die Strasse hinauf, zur Seite geht es steil hinunter, eine Absicherung gibt es nicht. Ich halte den Blick auf der Strasse, sonst würde mit schwindelig.

Oberhalb der Kehren beginnt ein Stück in einer einzigen Fels- und Steinwüste.
Dann taucht ein kleiner Gasthof auf und von nun an ist die Passhöhe immer im Visier. Das folgende Bild ist allerdings noch mal ein Blick zurück.
Zunächst geht es auf einer endlos langen Kurve nach oben.
Kurz vor dem Scheiteltunnel wird es wieder richtig steil, Kehre folgt auf Kehre.
Es fordert noch mal ganz viel Kraft.
Aber das Ziel ist jetzt so nah.
Dann ist es geschafft. Die winzige Passhöhe ist wie immer ziemlich voll. Der Ausblick und vor allem der Rückblick sind grandios. (Mann/frau beachte das merkwürdige "Dreirad" im Vordergrund!)
Ich klettere noch auf einen kleinen Hügel, von dem man den besten Über- bzw. Ausblick hat.
Lange bleibe ich nicht hier oben. Auf der weitgehend sehr guten Strasse (schließlich rollt die Tour in drei Wochen auch hier rüber) geht es eigentlich viel zu schnell bergab.
Kurz vor Valloire wird es ziemlich heiß. Weiter oben war es die ganze Zeit angenehm, so um die 26-30 Grad. Der kurze Gegenanstieg zum Telegraphe lässt mich noch einmal schwitzen und dann folgt noch die rasende Abfahrt den Telegraphe hinunter.
