Col de la Colombiere (Donnerstag, 23. Juni)
Nachdem ich vorzüglich geschlafen habe, kann ich direkt nach dem Aufstehen einen Blick auf das Mont Blanc Massiv werfen.

Ich habe vor die "Tour de Bargy" zu befahren. Sie ist ein Rundkurs, die über den Col de la Colombiere führt. Nach reiflichem Überlegen beschließe ich nicht - wie vorgeschlagen - in Cluses zu starten, sondern in St. Pierre-en-Faucigny, wo die Abfahrt zu Ende sein wird. Das bedeutet, dass ich 15 Kilometer in der Ebene am Anfang zum Einrollen nutzen kann. Ein weiser Entschluss, wie sich heraus stellen wird.
Es geht locker dahin, teilweise abseits der Hauptstrasse (bringt 100 Höhenmeter zusätzlich mit sich, lohnt sich aber).
Schließlich, in Szionzier beginnt die eigentliche Auffahrt.

Es geht gemächlich nach oben, die Steigung ist nicht zu steil, die Aussichten sind auch nicht berauschend. Aber die Sonne brennt schon jetzt, so gegen 11.00, erbarmungslos vom Himmel.

Ab und zu etwas Schatten. Ist aber selten...

So geht es lange nach oben, le Reposoir wird durchfahren. Danach wird es steiler und noch heißer. Zum Glück geben gelegentlich ein paar Quellwolken Schatten...
Dann ist der Moment da, wo ich die Passhöhe erstmals sehen kann. Noch etwa vier Kilometer und 300 Höhenmeter.

Der Blick zurück macht es deutlich: kein Schatten. Die Temperaturanzeige an meinem Tacho zeigt bis zu 36 Grad an...

Die letzten Kilometer geht es unter Steilhängen entlang. Ich frage mich, was passiert, wenn sich ganz oben so ein Stein löst...

Kurz vor der Passhöhe noch einmal der Blick zurück.

Und dann bin ich oben, ziemlich platt, kraxle auf einen kleinen Hügel, trotzdem ist das Bild nicht ganz gelungen... Viele Fahrräder und Autos hier oben. Die müssen von der anderen Seite gekommen sein, ich kann mich nur an wenig Verkehr erinnern.

Dann geht es hinunter, zunächst Richtung Grand Bornand, dann nach St. Jean-de-Sixt.

Kurz vor St. Jean-de-Sixt geht es links ab zum Col des Aravis, ich fahre aber rechts hinunter Richtung Bonneville. Ein letzter Blick zurück Richtung Grand Bornand, dann rase ich hinab. Bei leichtem, aber sehr heißem Aufwind nicht unbedingt ein Vergnügen...

Doch dann bin ich unten und suche mir ein schattiges Plätzchen, um mich zu erholen. Für den ersten Tag genug geschafft.
