Auftakt und "Höhepunkt" (Mittwoch, 22. Juni)
Nach einem anstrengenden Frühjahr mit viel Arbeit und etlichen gesundheitlichen Problemen hing die diesjährige Radreise am seidenen Faden.
Aber letztendlich hat es dann doch geklappt. Frühmorgens um 3:30 fuhr ich los und kam so schnell durch, dass ich bereits gegen 12.00 von Martigny über den Col de la Forclaz nach Frankreich hinein kam. Die ersten beiden Tage wollte ich in der Nähe von Sallanches Quartier beziehen, aber dafür war es noch zu früh. Also beschloss ich, auf die Aguille du Midi hinauf zu fahren. Das hatte ich in diesem Jahr vor, aber nicht für den Anreisetag geplant. Ich war zwar ein wenig skeptisch, ob das mein Kreislauf mit macht (immerhin geht es auf über 4800 Meter hinauf), nachdem ich grade aus dem Flachland gekommen war. Aber es ging gut. Nach zwanzig Minuten mit einmal umsteigen war ich oben. Nun geht es mit einem Aufzug noch einmal etliche Meter höher, so dass man von oben zunächst einen Blick auf die Bergstation werfen kann.

Die Aussichtsplattformen sind unglaublich architektonische Leistungen. Es dauert eine ganze Weile, bis man alle besichtigt hat. Und immer wieder neue Eindrücke.
Manchmal läuft man auf einer (durchsichtigen) Treppe über dem schwindelerregenden Abgrund.
Dann schließlich der Mont Blanc und seine Nachbarn und Gletschern. Leider hat sich Europas höchster Berg mehr oder weniger hinter einer Wolke verborgen. Imposant ist es trotzdem.
Von der Bergstation hinauf zum obersten Plattform gelingt mir dieses Bild.
Schließlich ein furchtbarer Krach, alle schauen sich um: gerade hat sich eine kleine Lawine gelöst und rast bergab.

Nach etwas mehr als einer Stunde ist es genug. Beim kurzen Warten auf die Seilbahn mache ich noch dieses Bild, welches zeigt, wie unglaublich steil das hier oben alles ist.
35 Euro kostet die Fahrt. Das ist zwar nicht billig, aber es wird einiges geboten. Ich fand, es ist gut angelegt.
