Cornet de Roselend (Mittwoch, 9. Juni)
Am zweiten Tag fuhr ich hinauf zum Cornet de Roselend. Von den Gewittern des Vortages war nichts mehr zu sehen, es würde wieder ein heißer Tag werden. Also startete ich früh morgens in Albertville.
Bis Beaufort gibt es keine Schwierigkeiten, nur in dem kleinen Ort muss ich die vielen Touristen umfahren, die sich in der engen Hauptstraße drängen.
Danach geht es mit der Steigung richtig los. Zunächst so 10%, später zumeist um 8%, so zieht sich die Straße unspektakulär durch den Wald nach oben. Das ist gut, so brennt mir die Sonne nicht so auf den Kopf.

Irgendwann habe ich zum ersten Mal Gelegenheit zurück zu schauen und bin überrascht, wie hoch ich schon bin. Tief unten im Tal verläuft die Straße nach Beaufort.

Unschwer erreiche ich um die Mittagszeit den Lac de Roselend. Im Hintergrund ist der weitere Verlauf der Trasse zu erkennen. Die Aussicht wird nun faszinierend. Überall Berggipfel, teils noch mit Schneeresten, grüne, blühende Wiesen, Wasserfälle.

Immer weiter geht es hinauf, jetzt verläuft die Straße weitgehend in der Sonne. Es wird wieder ein extrem heißer Tag (33 Grad im Tal)...

Immer wieder halte ich an, um die Aussicht zu genießen und Photos zu schießen. Aber auch, um zu trinken...

Ein letzter Blick zurück auf den See, bevor die Straße eine Rechtskurve macht und in eine enge Durchfahrt führt.

Wie hoch die Felswand dicht neben der Straße aufragt, zeigt dieses Bild, kurz nach Mittag schiebt sich die Sonne gerade über den Kamm.

Dann bin hindurch und die Aussichten werden prachtvoll. Letzte Schneefelder, kleine Seen, blühende Wiesen, Wasserbäche.

Und dann bin ich oben. Ein freundlicher Holländer bietet mir an, mich zu fotografieren - und so entsteht dieses Bild. 1968 Meter ist die Passhöhe hoch.

Auf der Abfahrt halte ich noch ein paar Mal an, um die Blumenteppiche zu fotografieren.

Die Abfahrt, wie sie sich mir kurz hinter der Passhöhe zeigt.

Noch einmal ein Wasserfall, den ich einfach fotografieren muss.

Ein letzter Blick auf den See und dann schieße ich gen Tal. Die gesamte Strecke ist bis auf wenige Stellen in einem sehr guten Zustand, so dass ich das Rad laufen lassen kann. Nur auf Steine, die beim Gewitter am Tag zuvor auf die Straße gefallen sind, muss ich achten. Weiter unten wird dann die Hitze zunehmend ein Problem, so dass ich froh bin, nach über 80 Kilometern mein Rad in Albertville abstellen zu können.
